8 July 2017
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Responsive Website vs. App

Wenn im folgenden von Website und App die Rede ist, dann ist auf der einen Seite die im Web aufrufbare Präsenz gemeint und auf der anderen Seite die native App, aus den App-Stores dieser Welt. Eine Web-App in diesem Sinne wäre also eine Website mit erweiterter Funktionalität.

Im Juni 2015 veröffentlichte das Statistikunternehmen Flurry Analytics Zahlen zur Verweildauer von Nutzern mobiler Geräte. Dabei stellte sich heraus, dass mobile Nutzer 90 Prozent ihrer Zeit in Apps verbringen und nur zehn Prozent mittels mobiler Browser im offenen Web.

Eine klare Aussage, mag man denken. Ich brauche eine App für mein Unternehmen. Immerhin habe ich damit eine Chance von 90:10, dass ich mobil wahrgenommen werde! Allein, die Annahme ist falsch.
Die Nutzer verwenden ihre Geräte schlicht ganz anders.
Es ist zu berücksichtigen, dass die Facebook-App mit 19 Prozent der Nutzungsdauer aus der Betrachtung herauszunehmen ist. Gleiches gilt für Youtube mit drei Prozent Nutzungsdauer. Hier bietet die Verwendung der mobilen Site keine Vorteile. Die App greift auf die gleichen Inhalte zu.
All die anderen großen Nutzungsfelder sind solche, die auf dem stationären Computer so gut wie keine Rolle (mehr) spielen. Das liegt vornehmlich an der sehr gezielten Ausrichtung mobiler Apps auf mobile Geräte. Natürlich werde ich ein kleines Spiel (Gaming liegt bei 15%) lieber auf meinem Smartphone spielen. Immerhin hat es Sensoren, die das Spielen interessanter machen, und ich habe es immer dabei. Auch Produktivitäts-Apps wie Aufgabenplaner, Kalender und so weiter nutze ich selbstverständlich gerne auf dem Smartphone, denn da habe ich sie stets verfügbar (Produktivität kommt auf vier Prozent). Kleine Utilities haben sich ihren achtprozentigen Anteil erst über die Verfügbarkeit von Smartphones selbst geschaffen. Ebenfalls wenig überraschend ist das starke Abschneiden der Messaging-Kategorie mit zwölf Prozent. Whatsapp und Co sind nun einmal mobile Kommunikationskanäle.
Im Bereich Unterhaltung, der mit 17 Prozent der Nutzungsdauer ebenfalls stark ist, finden sich dann Anwendungen wie das Lesen von eBooks oder das Streamen von Musik. Allen gemeinsam ist, dass es sich um für mobile Geräte prädestinierte Anwendungsfälle handelt.

Apps werden sehr selektiv genutzt und müssen sich hinsichtlich ihres Anwendungszwecks optimal für die mobile Nutzung eignen. Reine Informationsbeschaffung findet auf mobilen Geräten nur in Höhe der bereits genannten zehn Prozent mobiler Browsernutzung statt. Deshalb lohnt es sich auch nicht, eine App zu erstellen, die der reinen Informationsbeschaffung dienen würde.

Die normale Durchschnitts-App ist tot
Schon in 2014 galt, dass der durchschnittliche Smartphone-Nutzer 8,8 Apps pro Monat installiert. Diese Zahl hatte sich zu dem Zeitpunkt seit drei Jahren kaum verändert. Es gilt weiterhin, dass 25 Prozent aller installierten Apps nie gestartet und weitere 25 Prozent nach der ersten Benutzung nie wieder verwendet werden.

Die mobile Internetnutzung steigt weiterhin rasant an, die Nutzung von Apps aber nicht. Es empfiehlt sich daher nicht, Kunden eine App vorzuschlagen. In nahezu jedem Falle wird eine responsive Website eher das Mittel der Wahl sein.

Responsive Websites im Vergleich zu nativen Apps

Kosten
Die Kosten einer responsiven Website sind um einiges geringer als die Kosten einer App. Das gilt zumindest dann, wenn man an die App gewisse ästhetische Anforderungen stellt und nicht mit dem erstbesten Baukastensystem zufrieden ist.
Native Apps müssen zur Überprüfung eingereicht werden und kommen manchmal erst nach Tagen im App-Store an, von wo aus sie den Weg auf das Endgerät finden können. Jedes Update muss erneut durch diesen Prozess. Es ist erforderlich, entsprechende Developer-Accounts bei den Store-Betreibern anzulegen und zu pflegen. Eine responsive Website kann einfach online gestellt werden.
Verfügbarkeit
Responsive Websites können wie gesagt einfach online gestellt werden, um verfügbar zu sein. Sie müssen nicht installiert werden. Nichtsdestotrotz ist es möglich, die responsive Website quasi installationsfähig zu machen. Der Nutzer legt sich dann ein Icon auf dem Homescreen an, von wo aus er künftig jederzeit die entsprechende Website starten kann.
Sichtbarkeit
Eine responsive Website, gestaltet nach allen Regeln der SEO-Kunst, sorgt dafür, dass sie weit oben in den Suchergebnisseiten landet. Mit einer App geht das nur mittelbar, indem diese durch die Vertiebsplattform des jeweiligen App-Stores promotet wird. Zu bedenken ist, ob ein solcher Zwischenschritt sinnvoll ist.

Unseres Erachtens nach hat die Webapp klar »die Nase vorn«

Nur:
Leider ist den Nutzern oft nicht bekannt, eine solche, z.B. auf ihrem Handy, mit dem vorgesehenem Icon auf ihm Bildschirm zu installieren.
Dazu Hinweise in einem weitem Blockbeitrag.

  • Kate Benke

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